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PlanungUniversität der ZukunftDie Architektur der neuen HafenCity Universität Hamburg bietet Raum für kommunikativen und kulturellen Austausch.Im Herbst 2011 wird die HafenCity Universität Hamburg eröffnet. Wir wagen einen ersten Blick in die Zukunft – und berichten über einen ersten Rundgang durch das Gebäude. Hamburg, im Oktober 2011. Die feierliche Eröffnung der HafenCity Universität Hamburg (HCU) fand vor einer Woche statt. Der Tenor der Laudatoren war einstimmig: Allenthalben Euphorie und Begeisterung. Schon beim ersten Rundgang durch das Gebäude findet das Bestätigung. Auffallend ist: Alles ist offen und transparent, viel Tageslicht, sehr viel Glas, die Wände der Kernzonen aus glattem Sichtbeton. Keine dunklen Ecken, alles klar gegliedert. Vom zentralen Foyer fällt der Blick in die offene Aula. Die Schiebewände zwischen Aula und Foyer sind noch von der Eröffnungsveranstaltung zurückgeschoben. Das Ganze ein wunderbar großzügiger Raum, der sich um die Terrasse nach Osten hin noch einmal erweitert. Mit Ausblick auf den Baakenhafen. Auffallend ist aber auch: Hier verkehrt ein für die Universität ganz untypisches Publikum. Natürlich Studierende, Dozenten und Professoren. Aber man sieht auch viele Besucher. Sie schlendern, schauen sich um, genießen die Blicke nach draußen, unterhalten sich. Manche gehen zielstrebig in Richtung der studentischen Arbeitsbereiche, die in diesen Tagen – auch hier sind die Schiebewände zur Seite geschoben – als Ausstellungsraum fungieren. Irgendwie ist es hier lebhafter, lebendiger als an anderen Universitäten. Eben nicht so typisch akademisch, trocken. Kein Elfenbeinturm. Die Geschichte der Ideen Im Januar 2006 wurde die HCU gegründet. Das Vorhaben war ambitioniert: die Zusammenführung der bau- und stadtentwicklungsbezogenen Studiengänge dreier Hamburger Hochschulen zu einem Labor für Bauen und Stadtentwicklung, zu einer Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung. Als Forschungsstätte, die Raum bietet für die breite Auseinandersetzung mit metropolitanen Zukunftsfragen – mit dem wissenschaftlichen Leitbild einer neuen transdisziplinären Arbeitsweise, die sich aus urbanen Lebenswelten und ihren baulich-räumlichen Dimensionen heraus entwickelt. Eine Universität, die teildisziplinäres Denken aus der Gesamtperspektive des Bauens und Planens ermöglicht. Für Studenten und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen. Damit war der erste Schritt getan. Da die einzelnen Studiengänge damals an fünf verschiedenen Orten Hamburgs untergebracht waren, lag es nahe, für dieses besondere Vorhaben ein neues und besonderes Gebäude zu planen: ein Gebäude, das interdisziplinäres Denken auch räumlich ermöglicht. Einzig die Frage des Standortes war schnell und konsequent zu beantworten: Was lag näher, als das Gebäude an dem Ort entstehen zu lassen, an dem 2013 eine Internationale Bauausstellung stattfinden wird, eines der größten europäischen Stadtentwicklungsprojekte Europas überhaupt: Die Hamburger HafenCity, Herzstück einer der dynamischsten Regionen Europas. Das war der zweite Schritt. Exzellente, innovative Lernumgebung Im Juni 2006 wurde im dritten Schritt ein internationaler zweistufiger Architekturwettbewerb ausgelobt, um die städtebauliche Lösung für das Areal Magdeburger Hafen / Baakenhafen sowie einen Entwurf für das neue HCU-Gebäude zu finden. Die Anforderungen waren hoch. Damals hieß es in der Ausschreibung: „Wir stehen am Anfang eines zweijährigen, öffentlichen Diskussionsprozesses, der sich folgenden Fragen widmet: Wie lauten die Zukunftsthemen bezogen auf unsere gebaute Umwelt und die Planung des Städtischen? Welche sind die künftigen Forschungsfelder, mit denen sich unsere kleine Universität mit ihrer breiten fachlichen Ausrichtung Wettbewerbsvorteile verschaffen kann? Wie können wir eine exzellente und innovative Lernumgebung schaffen?“ Ausdrücklicher Wunsch war es, dass die Architektur flexibel genug sein sollte, um neue, bislang nicht gekannte Arbeitsweisen zu ermöglichen und die Kommunikation zwischen den Disziplinen und spezifischen Denkweisen zu fördern, Hierarchien aufzubrechen und Fachleute genauso wie Laien, die sich für das Thema interessieren, anzulocken. Im Februar 2007 entschied sich die Jury für das städtebauliche Grundkonzept des Dresdener Büros Code Unique: Die HCU und zwei weitere Baukörper gruppieren sich um einen zentralen Platz am Wasser. Der Platz ist über eine Treppenrampe mit der Promenade auf der Kaimauer verbunden. Die HCU mit Haupteingang zum Platz hin als aufgebrochene, offene und transparente Blockrandbebauung, die sich großzügig zum Eckbereich Magdeburger Hafen und Baakenhafen öffnet und Blickbezüge von der neuen Achse Ost in das Innere des Blocks ermöglicht. Das Foyer der Universität als Campus Klimaregulierende Betonbauteile Weitere Infos: HafenCity Universität Hamburg - Universität für Baukunst und Raumentwicklung
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